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25.01.2018, 07:55 Uhr
Oesterhelweg: Folgen von Hochwasser abmildern, Schäden begrenzen – Niedersachsen braucht einen Masterplan Hochwasserschutz
Hannover. „Die enormen Verwüstungen des Sommerhochwassers 2017 haben uns alle erschüttert. Die entstandenen Schäden in mehrfacher Millionenhöhe wurden in vielen Fällen von Bürgern und Unternehmern alleine getragen. Viele berufliche und private Existenzen wurden bedroht oder sogar zerstört.....
Das Land muss die Betroffenen im Rahmen einer Soforthilfe weiter finanziell unterstützen. Wir brauchen aber eine schnellere und unbürokratischere Auszahlung der Entschädigungsleistungen – hier besteht Nachholbedarf“, so der CDU-Landtagsabgeordnete, Frank Oesterhelweg, in der heutigen Plenardebatte um die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Niedersachsen. Um die Folgen zukünftiger Hochwasser abzumildern oder zumindest die Schäden zu begrenzen, seien viele Maßnahmen erforderlich. „Viele Projekte für einen effektiveren Hochwasserschutz müssen noch umgesetzt werden. Wir brauchen daher einen ‚Masterplan Hochwasserschutz‘, um die wichtigsten Projekte schnellstmöglich zu starten.“ Dafür müssen die finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz im Land deutlich erhöht werden. „Der von mir mit entwickelte ‚Integrierte Hochwasserschutz im Nördlichen Harzvorland‘ ist ein gutes Beispiel und bereits jetzt ein erfolgreiches Modellprojekt in Niedersachsen“, so Oesterhelweg, der sich bereits seit Jahren auf kommunaler und Landesebene im Bereich Hochwasserschutz engagiert. Der Umweltexperte fordert, dass Land und Kommunen gemeinsam an wirksamen Maßnahmen zum Hochwasserschutz arbeiten. „Ein flächendeckender Hochwasserschutz sollte weder an einzelnen Kommunen noch an Landesgrenzen scheitern“, so Oesterhelweg. Dazu gehöre auch, dass der Hochwasserschutz in Niedersachsen nicht lokal beschränkt werden darf, sondern flussgebietsweise erfolgen muss. „Wir benötigen dezentrale Rückhaltemöglichkeiten an kleineren Gewässern, bevor Hochwasserwellen die größeren Flüsse erreichen. Dafür müssen nicht nur die Gemeinden, sondern auch Anlieger, Flächeneigentümer und -nutzer in die Planungen einbezogen werden“, so Oesterhelweg. Außerdem müssen die Vorhersagemodelle für Wetter- und Hochwasserereignisse ausgebaut werden.