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22.02.2019, 09:22 Uhr
Pressebericht der CDU-Senioren

Am Montag, 18. Februar 2019, hatte die CDU Senioren-Union Herrn Walter Lehmann als Gast bei sich. Herr Lehmann berichtete über das „Leben und Wirken der Henriette Breymann in Wolfenbüttel“.

Henriette Breymann wurde am 14. September 1827 in Mahlum geboren und war das älteste von zehn Kindern einer Pastorenfamilie. Sie besuchte die Töchterschule in Wolfenbüttel und litt dabei unter der Phantasielosigkeit des Unterrichts. Mit 21 Jahren ging Henriette in die Bildungs- und Erziehungsinstitution in Keilhau bei Rudolstadt, die ihr Großonkel Friedrich Fröbel ins Leben gerufen hatte. Zuerst war sie dort als Schülerin und später als seine Mitarbeiterin tätig. Ihre Familie war in der Zeit in das Pfarrhaus in Watzum gezogen. Dort gründete sie 1854 eine Bildungs- und Erziehungseinrichtung für Mädchen im Alter von 7 bis 18 Jahren. Ein Fröbelkurs und ein Kindergarten wurden eingerichtet. Die Einrichtung erfreute sich eines hohen Ansehens und wuchs kontinuierlich. 1864 erfolgte ein Umzug nach Wolfenbüttel und wurde nach dem Ort ihrer Entstehung „Neu-Watzum“ genannt. Dort gab es verschiedene Abteilungen wie Kindergarten, Elementarklassen für 12 bis 14-jährige und 14 bis 17-jährige Mädchen. Außerdem wurden Erwachsene auf den Beruf der Erzieherin und Lehrerin vorbereitet. Neu-Watzum entwickelte sich sehr erfolgreich, so dass schon zwei Jahre nach der Eröffnung die Anlage um einen Anbau erweitert werden musste.

Am 30. April 1872 heiratete Henriette Breymann den Juristen Karl Schrader mit dem sie nach Berlin zog. Dort gründete sie eine Bildungs- und Berufsbildungsanstalt für Mädchen und Frauen, das noch heute existierende „Pestalozzi-Fröbel-Haus“.

In Wolfenbüttel ist eine Straße nach ihr benannt.

Am 25. August 1899 starb Henriette Schrader-Breymann im Alter von 71 Jahren, kurz vor ihrem 72. Geburtstag.