CDU Kreisverband Wolfenbüttel
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Neuigkeiten
25.04.2019, 08:29 Uhr
Pressebericht der CDU-Senioren

Die CDU Senioren-Union hatte zu ihrem Treffen im Monat April den ehemaligen Leiter des Wolfenbütteler Katasteramtes, Herrn Dieter Kertscher, als Referenten über das Thema „900 Jahre Wolfenbütteler Geschichte“ eingeladen.

Die Wolfenbütteler Geschichte lässt sich bis zum Jahr 1118 zurückverfolgen. Damals herrschte das Haus des Herrn Wulferus. Es folgten zahlreiche Herzöge bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648). Die Stadt Wolfenbüttel war stark befestigt und konnte von fremden Truppen nicht eingenommen werden. General Pappenheim von der Kaiserlichen Armee war der Initiator für eine ganz spezielle Taktik. Er ließ im Jahr 1627 die Oker unterhalb Wolfenbüttels aufstauen, indem er einen riesigen Erdwall zwischen Groß Stöckheim und Leiferde bauen ließ. Dadurch wurde das Wasser der Oker so hoch aufgestaut, dass es höher als zwei Meter in den Straßen Wolfenbüttels stand. Dadurch konnte Wolfenbüttel eingenommen werden. Ein zweites Mal geschah dass im Jahr 1641 durch den Wolfenbütteler Herzog August den Jüngeren. Er erreichte damit, endlich in die vom Kaiser zugesprochene Stadt einziehen zu können.

In Wolfenbüttel entstanden mehrere bedeutende Bauten wie die Marienkirche (1604 – 1623), das Schloss, das Zeughaus, zahlreiche Fachwerkbauten und das Lessinghaus an der Herzog-August-Bibliothek. Lessing war von 1770 bis 1781 Bibliothekar an der bedeutenden Bibliothek. Es gibt auch das Lessing-Theater, ein Staatsarchiv, eine Fachhochschule und bedeutende Industrie.

Herzog Carl I. verlegte die Residenz 1754 von Wolfenbüttel zurück nach Braunschweig. Herzog Julius war ein Ingenieur. Er entwickelte Kanonenkugeln, die er aus Eisenschlacke herstellen ließ. Diese stammte aus dem Bergbau im Harz als Abfall bei der Erzherstellung. Die Kanonenkugeln erfüllten ihren zerstörerischen Zweck nicht, weil sie beim Aufprall zerbarsten. Sie waren auch etwas arsenhaltig. Wolfenbüttel war auch eine bedeutende Gärtnerstadt. Viele Gärtnereien bauten Gemüse an, das dann hier und in Braunschweig auf den Markt gebracht wurde. Dadurch entstand auch eine bedeutende Konserven-Industrie. Vor der St. Trinitatiskirche steht ein Denkmal, das ein Gärtnerpaar bei der Gemüseernte zeigt.

Die Teilnehmer dankten dem Vortragenden mit einem herzlichen Applaus für seine Ausführungen.